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Die Eule ist ein faszinierendes Tier, fast überall auf der Welt gibt es sie. Über 200 verschiedene Arten gibt es.

In der griechischen Antike galt die Eule als Tier der Weisheit: Sie begleitet die Weisheitsgöttin Athene. Auch wird sie in Büchern oft mit Brille und Buch dargestellt. Vermutlich wurde sie zum Tier der Weisheit, weil sie einen ruhigen und umsichtigen Blick hat.

Allerdings machte dieser Blick die Menschen auch nervös: Vor allem in der Finsternis, denn die Eule ist ein Tier der Nacht. Und so wurde die Eule bei anderen Völkern zum Unglückstier: In der Tradition einiger Indianerstämme dachte man, dass ihr Ruf den Tod ankündigen würde. Im Märchen kommt sie oft als Vogel der Hexen vor. Und wenn in der Bibel von Eulen erzählt wird, dann vorwiegend im Zusammenhang mit Untergang und Zerstörung.

Zum Beispiel der Untergang Babylons: „Und es wird verwüstet sein von Geschlecht zu Geschlecht, dass niemand hindurchgehen wird auf ewige Zeiten, sondern Rohrdommeln und Igel werden's in Besitz nehmen, Nachteulen und Raben werden dort wohnen. Und er wird die Messschnur darüber spannen, dass es verwüstet werde, und das Bleilot werfen, dass es öde sei.“

Ein Tier und zwei so unterschiedliche Interpretationen.

Vermutlich ist liegt es an mir selbst, wie ich Eulen begegne. Ob ich mich der Eule besonnen nähern kann und ihren Blick ruhig genießen kann, oder ob ich mir Angst machen lasse. Es kommt auf die Situationen an, in denen ich Tieren begegne und welche Deutung dieser Begegnung erzählt wird.

Selbst als moderner Mensch mache ich mir dazu Gedanken. Aber ich weiß, wie in der Bibel von der Schöpfung der Tiere erzählt wird, am fünften Schöpfungstag. „Und siehe es war gut“, schaut Gott zufrieden auf diesen Tag. Damit gilt für die Eule, das, was für alle Tiere gilt: Es ist gut, dass sie da sind!

Bildinfo: Dieses Bild können wir dank der Bilderdatenbank pixabay verwenden.

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